Die Leuchtdichte auf der Fahrbahnoberfläche ist die maßgebende lichttechnische Größe für den Helligkeitseindruck und für die Sehleistung. Sie nimmt direkt Einfluß auf die Anzahl der Unfälle in den Dunkelstunden. Eine Erhöhung der Leuchtdichte z.B. von 1 cd/m² auf 2 cd/m² verringert die Anzahl der Unfälle in der Dunkelheit um etwa ein Drittel. Wichtig für das Wahrnehmen von Fahrzeugen, Personen und Gegenständen auf der Fahrbahn ist die örtliche Gleichmäßigkeit der Leuchtdichte. Während sich das Auge in einem gewissen Umfang an veränderte mittlere Leuchtdichten anpassen kann, entstehen durch „Tarnzonen“ als Folge ungenügender Leuchtdichtegleichmäßigkeit Gefahrenquellen für Kraftfahrer und Fußgänger. Für die vor dem Kraftfahrer liegende Fahrspur gelten besondere Anforderungen an die gleichmäßige Verteilung der Leuchtdichte. Die Längsgleichmäßigkeit U(l) bezieht sich auf die Beobachterspur, auf die sich die Aufmerksamkeit des Kraftfahrers im wesentlichen konzentriert. Sie wird durch das Verhältnis der minimalen Leuchtdichte L(lmin) zur maximalen Leuchtdichte L(lmax) auf dieser Spur beschrieben:

U(l) = L(lmin)/L(lmax)

Die Gesamtgleichmäßigkeit U(0) = L(min)/ gilt für die gesamte Bewertungsfläche. Eine unzureichende Gesamtgleichmäßigkeit kennzeichnet „Tarnzonen“, die das rechtzeitige Erkennen, z.B. von Fußgängern, erschweren oder gar unmöglich machen.