Gebrannter Feuerstein als Aufhellungsgestein in Asphaltdeckschichten

Schwarzer Feuerstein, auch Flint genannt, wird im Hochofen bei einer Temperatur von 1.200 °C gebrannt. Während dieses Vorgang wird dem Gestein Wasser entzogen und somit erhält er eine weiße Farbe und kristalline Struktur. Die kristalline Gesteinsstruktur bewirkt eine hohe Licht- und Wärmereflektion. Nach dem Brennen wird der weiße Feuerstein in Brechanlagen zerkleinert und in Korngrößen abgesiebt. In diesem Zustand findet der Flint Verwendung als Zuschlagstoff für aufgehellte Aspaltdecken. Dieses weiße Gestein bewirkt eine hohe Lichtreflektion der Fahrbahn und somit höhere meßbare Leuchtdichten als bei herkömmlichen Asphaltdeckschichten. Gleichzeitig wird die Griffigkeit bis zu 10% erhöht.

Durch die Erhöhung der Fahrbahnleuchtdichte können Leuchten eingespart oder Leuchten mit geringerer Anschlussleistung eingesetzt werden.

Flintzusatz Qo 1) Anschlussleistung Lm in cd/qm
Nein 0,8 100W HST Super 0,95
Ja 0,11 100W HST Super 1,31
Ja 0,11 70W HST Super 0,94

1) Qo-Werte abhängig vom Anbieter und der angebotene Qualität.

Das Beispiel zeigt, dass durch die Verwendung von gebranntem Flint als Zuschlagsstoff für aufgehellte Asphaltschichten die Leuchtdichtewerte auf der Fahrbahn erhöht werden können. Dies hat zur Folge, dass bei Neubau oder Sanierung oftmals Leuchten mit geringerer Lampenleistung installiert werden können.