Im Objektschutzbereich, in verkehrstechnisch kritischen Bereichen und in logistischen Knotenpunkten ist eine möglichst unterbrechungsfreie Beleuchtung notwendig. Um Hochdrucklampen, die systembedingt nach einer Spannungsunterbrechung oder einem Netzwischer verlöschen, umgehend wieder zünden zu können (innerhalb von 0,2 Sekunden), sind spezielle Zündgeräte erforderlich.
Durch diese speziellen Sofort-Heiß-Zündgeräte wird an die Lampe eine Stoßspannung von 20 bis 60 kV angelegt, die es ermöglicht, eine Lampe im heißen Zustand zu zünden. Aufgrund der hohen Zündspannungen sind dafür nur 2-seitig gesockelte Lampen geeignet. Der übliche Abkühlvorgang bis zur Zündwilligkeit der Lampe wie bei normalem Zündgerät ist nicht erforderlich. Mehrfach wiederholte Zündvorgänge können zur Schädigung und Funktionsbeeinträchtigung von Lampe und Zündgerät führen.

In der üblichen ortsfesten Straßenbeleuchtung ist eine Heißwiederzündung in der Regel nicht nötig. Hochdrucklampen der Straßenbeleuchtung starten nach einer Abkühlphase bei anstehender Netzspannung wieder selbsttätig nach 4-6 Minuten. Mit dem Einsatz von Natriumdampf-Doppelbrennerlampen hat der betreiber die Möglichkeit, nach einem netzbedingten Ausfall der Lampe, diese sofort wieder kalt zu zünden, da in diesem Fall der kühle Brenner sofort nach Netzeinsatz zündet.