Für die Verlegung von Kabel im öffentlichen Verkehrsraum sind eine Reihe von behördlichen Genehmigungen einzuholen (oft ist eine Koordinierung und Aufgrabeanzeige notwendig) sowie technische, sicherheits- und umweltrelevante Bestimmungen und Verordnungen zu beachten. Aus Kostengründen ist eine Mitverlegung mit anderen Versorgungskabeln anzustreben. Da diese Mitverlegung jedoch eine gewisse Erfahrung bei Kabelverlegung notwendig macht, sollten die Verlegearbeiten vom örtlichen Energieversorgungsunternehmen oder fachlich geeigneten Tiefbaufirmen übernommen werden. Verschiedenartige Aushubmaterialien (Kies, Sand, Humus, usw.) sind getrennt zu lagern. Bei belastetem Erdreich sind die örtlichen Bestimmung bezüglich Weiterbehandlung des Erdreiches zu befolgen. Die Kabel werden in eine Tiefe von mindestens 0,6 m unter der Erdoberfläche gelegt. Bei Straßenquerungen ist eine Verlegetiefe von 0,8 m empfehlenswert. Bewährt hat sich die Verlegung auf einer 10cm hohen, steinfreien Feinsandschicht. Nach dem Ausbringen des Kabels wird dieses mit steinfreiem Feinsand 10cm bedeckt. Zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen bei späteren Aufgrabearbeiten erfolgt eine Abdeckung mittels Kabelformsteinen oder Kunststoffplatten bzw. eine Kennzeichnung mit geeignetem Trassenwarnbändern. Bei der Verlegung von Kabelzugrohren ist auf eine Mitverlegung eines Zugdrahtes im Rohr zu achten. Bei Richtungsänderungen der Kabeltrasse muß der Graben in einem Bogen geführt werden. Hierbei ist der Biegeradius der zu verlegenden Kabel zu beachten. Bei Kabelzugrohren haben sich Kurvenradien von 5m bewährt. Beim Füllen des Kabelgrabens ist auf eine lagenweise Verdichtung des Füllmaterials zu achten. Die Höhe der einzelnen Schüttlagen ist Abhängig von der Materialart und vom verwendeten Verdichtungsgerät. Bei maschinellen Verdichtungsgerät hat sich eine mindestüberdeckung von > 30 cm bewährt.
Der Anschluß der Leuchtstelle erfolgt entweder durch Einschleifen des Kabels in den Mast oder über eine T-Abzweigmuffe vom Netzkabel. Der Einsatz von Muffen im Kabelnetz ist auf das notwendigste Maß zu beschränken, da Abzweigmuffen zukünftige Fehlerquellen darstellen. Bei Direktanschlüssen an das örtliche Versorgungsnetz können Abzweigmuffen mit 1 bis 3 Sicherungen verwendet werden. Die Verbindung zwischen Kabel und Leuchte erfolgt im Kabelübergangskasten (KÜK), in dem auch die Sicherungen zum Schutz gegen Kurzschlüsse in der Leuchte und der Zuleitung untergebracht sind. Die Kabelübergangskästen müssen die Schutzklasse II besitzen. Die Kästen werden heute in der Regel aus Kunststoff hergestellt und erfüllen somit die Regeln für die Einhaltung der Schutzklasse II. Die Schutzart richtet sich danach, ob der Kabelübergangskasten im Freien (IP 54 oder IP 65) oder im Mast (IP 42, 43 oder 44) montiert wird. Die Bauformen und Anwendungsbereiche sind in DIN 43 628 festgelegt.