>

Schaltschränke dienen zum Anschluß des Straßenbeleuchtungsnetzes an das örtliche Versorgungsnetz. Somit entspricht dieser Schaltschrank einem Hausanschluß gemäß AVBEltV. Weiterhin hat an Schaltschrank in Straßenbeleuchtungsanlagen die Funktion einer Verteilerstation. In dieser Verteilerfunktion enthalten Schaltschränke meist folgende Komponeneten:

  • Zählereinrichtungen zur Erfassung des Stromverbrauchs
  • Schütze für das Ein- und Ausschalten der Straßenbeleuchtungsanlage bzw. für die Schaltung der Ganz-, Halb- oder Reduzierschaltung
  • Dämmerungsschalter, Tonfrequenzrundsteuerempfänger, Funkempfänger für verschiedene Dienste und Schaltrelais für Steuerungen
  • evtl. Steuerungselemente zur Dimmung der Beleuchtungsanlage
  • kleine, speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) zur Steuerung der Beleuchtungsanlage
  • Sicherungen zum selektiven Schutz des Schrankes, der Kabel und Steuereinrichtungen

Als Gehäusematerial wird meist glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet, der in punkto Stabilität und Witterungsbeständigkeit den Ansprüchen in der Straßenbeleuchtung genügt. Weiterhin ist dieses Material kostengünstig und durch sein geringes Gewicht leicht zu verarbeiten und zu transportieren. Als weitere Gehäusematerialien sind Glasfaserbeton und Kunststein bekannt. Die äußere Erscheinungsform und die Standorte sind mit der örtlichen Stadtplanung und den örtlichen Bauämter abzustimmen. Alle Schaltschränke müssen verschließbar ausgeführt sein. Es empfiehlt sich der Einsatz einer Schließanlage. Auch bei geöffneterTür sind die spannungsführenden Teile gegen direktes Berühren zu schützen, d.h. sie dürfen nicht mit den Fingern erreichbar sein (IP20, Fingersicherheit). Bei direktem Anschluß der Leuchtstelle oder Gruppen von Leuchtstellen an das örtliche EVU-Netz können Schaltschränke und Verteilerschränke entfallen. Die Erfahrung zeigt, dass es von Vorteil ist, wenn in jedem Schaltschrank ein Plan deponiert ist, aus dem die Zuordnung der Kabel zu den Sicherungen und den Leuchtstellen zu entnehmen ist. Am Auszug aus dem Stadtplan oder der Katasterkarte mit eingezeichneten Leuchtestellen, Kabelverbindungen, sowie Grenzen eines Schaltschrankbereiches können dem Monteur vor Ort die Fehlersuche erheblich erleichtern. Eine komplette Erfassung der Schaltschränke in einer zentralen Datenbank mit allen dazugehörigen Information ist gerade in großen Anlagen von Vorteil. Eine Gesamtkarte mit allen eingetragenden Schaltstellen erleichtert das Auffinden. Beim Führen einer Datenbank müssen alle Daten, wie auch bei einer Leuchtendatenbank, immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Ein Verknüpfung der Leuchtendatenbank mit einer Schaltstellendatenbank ist der Idealfall. 

Fotolia 118231914 XS

Technical Guide for Streetlights and Outdoor Lighting
Orderlink

Besuchen Sie uns auf Facebook

Technik 120x90

Buchvorstellung

Buchvorstellung 2

Wer ist online?

Aktuell sind 288 Gäste und keine Mitglieder online

Zum Seitenanfang