Für die Eignung einer Leuchte werden folgende Anforderungen an eine Leuchte gestellt:

Die lichttechnische Anforderung

Die Leuchte muss den Lichtstrom der eingesetzten Lampe lenken und optimal auf die zu beleuchtende Fläche bringen sowie eine unzulässige Blendung der Verkehrsteilnehmer und unerwünschte Lichtimmissionen von Anliegern vermeiden. Maßgeblich entscheidend für die Einhaltung der lichttechnischen Anforderungen ist die Spiegeltechnik.( Entwicklung der Spiegeltechnik an Beispielen).


Die elektrotechnische Anforderung

Die Leuchte nimmt Fassung, Lampe, Vorschaltgeräte, Zündgeräte und Zusatzgeräte auf und verbindet diese mit der Energiequelle. Nach dem Gerätesicherheitsgesetz dürfen nur solche Leuchten in den Verkehr gebracht werden, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gefertigt und geprüft sind. Für Leuchten gelten DIN VDE 0710 und 0711 sowie DIN EN 60598. Leuchten sollten das VDE-Prüfzeichen tragen. Dies gibt die Gewähr, dass das Produkt nach den gültigen DIN VDE-Vorschriften gefertigt worden ist.


Die bautechnische Anforderung

Der Leuchtenkörper und die lichtdurchlässigen Teile sollen die lichttechnischen und elektrischen Komponenten vor unterschiedlichen Umwelteinflüssen schützen. Dazu gehören Staub, Feuchtigkeit, Fremdkörper, Insekten und Abgase. Gleichzeitig soll ein ausreichender Schutz vor mechanischer Beanspruchung und Vandalismus vorhanden sein.Die Beständigkeit von Gehäusen und Abdeckungen gegen UV-Strahlung und anderen Witterungseinflüssen spielt ebenfalls eine große Rolle.Alle notwendigen Arbeiten an der Leuchte, wie Lampen- oder Wannenwechsel, Tausch von Elektroblöcken oder das Öffnen und Schließen der Leuchte muss ohne Werkzeug möglich sein.Die Resistenz einer Leuchte gegen das Eindringen von Fremdkörpern wird durch die Schutzart beschrieben. Die Kennzeichnung erfolgt nach DIN VDE 0711 Teil 1 und DIN EN 60598-1 mit Hilfe der Buchstaben IP und einer zweistelligen Kennziffer. Die erste Zahl kennzeichnet den Schutz vor Fremdkörpern bzw. den Berührungsschutz, die zweite Ziffer den Schutz vor eindringendem Wasser.Waren früher IP44 für den Lampenraum und IP23 für den Vorschaltgeräteraum Standard, so werden heute Leuchten angeboten, die einen Rundumschutz mit IP65 bieten. Das bedeutet absolut verschmutzungsfreier Innenraum und damit geringer Wartungskosten. (siehe dazu Schutzarten im Leuchtenbau).

Weiterhin spielen Form und Aussehen der Leuchte eine Rolle. Dabei ist jedoch zu unterscheiden zwischen technische Straßenleuchten oder auch Zweckleuchten genannt, die in erster Linie Fahrstraßen beleuchten und dekorativen, gestalterische Leuchten, die vorwiegend in Fußgängerzonen und Wohnquartieren eingesetzt werden.
Ein weiteres Merkmal einer Leuchte ist die Befestigung- oder Anbringungsart. Wir unterscheiden heute hauptsächlich Mastaufsatz- und Ansatzleuchten, sowie Seilleuchten. Die Art und Aufgabe der Beleuchtungsanlage bestimmt letztendlich die einzusetzende Leuchtenart.
Bei der Festlegung der Leuchte werden folgende Auswahlkriterien herangezogen:

  • hoher Leuchtenwirkungsgrad
  • optimale Lichtverteilungskurve
  • zulässige Blendungsbegrenzung
  • Begrenzung der Lichtemmision
  • Lampenbestückung
  • Wartungsfreundlichkeit Design