Mit Ausnahme von HSE/HST-Lampen (Natriumdampfhochdrucklampen) lassen sich Hochdruck-Entladungslampen nur mit Nachteilen dimmen. Dabei ist auch noch entscheidend, welche Dimmmethode gewählt wird. Werden Metallhalogendampflampen leistungsreduziert betrieben, so kommt es meist zu einer Schädigung der Leuchtmittel, die sich in einem deutlich erhöhten Lichtstromrückgang und einer Verkürzung der Lampenlebensdauer äußert.
Folgende Dimmmethoden sind bekannt:

1. Absenkung der Primärspannung (230V auf z.B. 190V)
2. Impulsweitensteuerung (Phasenanschnitt, Phasenabschnitt)
3. Impedanzvariation (Bi-Ballast oder Ballast mit zwei Anzapfungen)
4. Elektronische Leistungsreduzierung mit elektronischem Vorschaltgerät
  
 
Von den Lampenherstellern (Philips/Osram) freigegebene Möglichkeiten der Dimmung:

 
HPL / HQLkeine Freigabe
SON / NAVImpedanzvariation, Regel-EVG
CDORegel-EVG
CDM / HCIKeine Freigabe
HPI / HQIKeine Freigabe
CosmopolisRegel-EVG
  

Grund der Eingeschränkten Freigabe:
Vermeidung von Lampenschäden (Lichtstromrückgang, Lebensdauerverringerung) und daraus resultierende Gewährleistungsprobleme.

Technische Laboruntersuchungen der Firma Philips im Jahre 2004 haben folgende Einflüße auf die Lampenperformance bei 10% Unterspannung ergeben:

 

Natrium

QuecksilberMetallhalogen
 SOXSONSON-ComfSDW-THPL,MLHPIMHN-TDCDM/CDO
Farbtemperaturkein Einflusskein Einflussnegativnegativkein Einflussnegativnegativkein Einfluss
Farbverschiebungkein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einflusspositivkein Einfluss
über die Lebensdauer        
Zündfähigkeitnegativkein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einflusskein Einfluss
Lichtstromstabilitätkein Einflusspositivkein Einflusskein Einflussnegativnegativnegativnegativ
Mittlere Lebensdauernegativpositivpositivkein Einflusspositivnegativkein Einflusskein Einfluss

Angaben ohne Gewähr

In Übereinstimmung mit dem ZVEI geben die führenden Lampenhersteller nur die Dimmung mittels Impedanzvariation und Regel-EVG offiziell frei.