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Unser Leben ist ohne Auto heute kaum vorstellbar. Aus dieser Überlegung heraus ist es notwendig, nicht nur für Möglichkeiten und Freiräume für den fließenden Verkehr zu suchen, sondern auch für den ruhenden Verkehr müssen geeignete Flächen geschaffen werden. Oft ist es jedoch so, dass aus städtearchitektonischer Sicht diese Parkflächen hinter oder unter viel Grün versteckt werden. Mitunter kommt zusätzlich die Forderung, die Lichtmasten unauffällig niedrig zu halten.


 

 

Die Folge daraus ist, dass dem Beleuchtungsplaner wenig Spielraum gelassen wird. Zum einen hat man mit viel Grün und Bäumen zu "kämpfen", zum anderen besteht die Forderung nach einer ausreichenden und optimalen Beleuchtung für den Parkplatz. Den gerade bei Parplätzen besteht eine hohe Kollissionsgefahr für Fahrzeuge und Passanten. Zufahrt, Abfahrt und das Aufsuchen des Fahrzeuges machen bei Dunkelheit eine stationäre Beleuchtung von Parkplätzen erforderlich. Weiterhin soll eine Beleuchtung das Sicherheitsgefühl, gerade für Frauen, steigern.
Grundlage einer Planung sollte primär die Sicherheit für den Verkehrsfluss und die Sicherheit für Leib und Leben für den Benutzer des Parkplatzes sein. Relativ niedrige Masthöhen, ansprechend gestaltete Leuchten mit guter Lichttechnik und die parkähnliche Anordnung der Lichtpunkte machen in Verbindung mit lichttechnisch richtigen Anlagewerten die Parkfläche auch für den Städteplaner akzeptabel.
Richtwerte für die Planung von Beleuchtungsanlagen auf Parkplätzen sind in der DIN 67528 " Beleuchtung von Parkplätzen und Parkbauten" sowie in den "Richtlinien für die Beleuchtung der Verkehrsanlagen an den Bundesautobahnen" (Verkehrsblatt 8/1986) enthalten.
Aufgrund des unterschiedlichen Gefährdungsgrades müssen Bewegungsflächen, die gemeinsam von Fußgängern und Fahrzeugen genutzt werden und Flächen, die als Abstellzone für Fahrzeuge dienen und auf denen geparkt wird, unterschiedlich betrachtet werden. Auch Aus- und Einfahrtszonen müssen gesondert betrachtet werden, da diese als Anpassungszonen für unterschiedliche Verkehrsflüsse, Beleuchtungsniveaus und Personen- und Fahrzeugfrequenzen dienen.
Der Ausleuchtung von Randbereichen der Parkflächen kommt bei der Planung besondere Bedeutung zu, da diese Randbereiche oft als Zu-und Abfahrtbereiche genutzt werden und gerade hier eine große Gefährdung gerade für Fußgänger entsteht. Diese Randbereiche müssen aus diesem Grund mindestens wie Abstellflächen beleuchtet werden.
Für das frühzeitige Erkennen von Personen und Fahrzeugen ist ein ausgewogenes Verhältnis von horizontaler und vertikaler Beleuchtungstärke notwendig. Dieses Verhältnis wird durch die sogenannte halbzylindrische Beleuchtungsstärke Ehz ausgedrückt. Die Bewertung der halbzylindrischen Beleuchtungsstärke erfolgt in 1,5m über dem Boden und in den Hauptbewegungsrichtungen. Der Wert Ehz = 1 lx soll an keinen Punkt der betreffenden Bewertungsfläche unterschritten werden.

 

Verkehrszone En in lx Gleichmäßigkeit Lichtfarbe Fw Hinweise
Parkplätze         1) En in 0,2m Höhe gemessen.

2) Bei geringer Verkehrsstärke 7 lx

Ehz >= 1 lx

Ein- und Ausfahrtzone 15 1) 2)   ww, nw 4
Bewegungsflächen 15 1) 2) Emin/Em >=0,2 ww, nw 4
Abstellflächen 15 1) 2) Emin/Em >=0,2 ww, nw 4
 
Parkplätze an Autobahnen

9

Emin/Emax >=0,08 ww, nw 4 Blendungsbegrenzung KB1 gemäß DIN 5044, Beleuchtungsstärke am Fahrbahnrand <= 2 lx.

 

 

 

Fw = Stufe der Farbwiedergabeeigenschaften

Oben gezeigte Tabelle ist eine Zusammenstellung aus DIN 67528 " Beleuchtung von Parkflächen und Parkbauten" und den "Richtlinien für die Beleuchtung der Verkehrsanlagen an den Bundesautobahnen" (Verkehrsblatt 8/1986)

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Technical Guide for Streetlights and Outdoor Lighting
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